Solarworld GT

Solarworld GT (Quelle: Hochschule Bochum)

Das von Solarworld und der Hochschule Bochum entwickelte Solarfahrzug „SolarWorld GT“ versucht ab November eine Weltumrundung und das ohne zusätzlicher Stromzufuhr oder Kraftstoffverbrauch. Es wäre das erste Mal überhaupt in der Automobilgeschichte, dass ein Fahrzeug energetisch autark die Welt umrundet. Gestartet wird Mitte Oktober bei der diesjährigen „WorldSolarChallenge“ in Australien, danach geht es weiter nach Neuseeland, Nordamerika, Nordafrika, Europa und Asien. Nach 34.000 Kilometer, so wird geplant, wird das Auto am Ausgangspunkt eintreffen. Sollte der Versuch erfolgreich verlaufen, würden gleich mehrere Weltrekorde aufgestellt, unter anderem würde das die längste jemals mit einem Solarauto zurückgelegte Strecke sein.

Technische Daten zum SolarworldGT: 

Gewicht unter 300 Kilogramm

Höchstgeschwindigkeit über 120 km/h

Antrieb mit 2 Radnabenmotoren á 2 kW, Höchstleistung 10 kW

3 Quadratmeter Hochleistungssolarzellen

21 Kilogramm Akku

Reichweite 300 km auf Batterie, bei Sonnenschein unbegrenzt

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SolarautomobilBluecar

Quelle: www.bluecar.fr

Derzeit hat man das Gefühl, dass sich auf dem Bereich E-Autos mit Photovoltaik Unterstützung rein gar nichts bewegt. Ein Konzeptauto der französischen Firmen Groupé Bollore und Pininfarina scheint hier endlich Abhilfe zu schaffen. Die Reichweite mit dem 300 kg schweren Lithium-Metall-Polymer Akku beträgt zwischen 200-250 Kilometer, dieser Akku kann 30 kWh (75 Ah) speichern. Laut Batteriehersteller ist der Akkumulator für eine Lebensdauer von über 200.000 Kilometer ausgelegt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei ca. 130 Kilometer pro Stunde. Die Leistung des von der Firma Matra gelieferten Motor beträgt 50 kW. Die auf dem Dach und der Kühlerhaube angebrachten Fotozellen werden für die Speisung der elektrischen Verbraucher verwendet. Die Stromkosten für 100 Kilometer betragen geschätzt lediglich 1 Euro. Der Wagen ist 3,05 Meter lang, 1,61 Meter hoch und 1,71 Meter breit. Dieses sehr viel versprechendes Auto kann um 10 Euro täglich gemietet werden. Ab 2015 sollten circa 60.000 Einheiten produziert werden, der angestrebte, nicht endgültige Preis sollte bei lediglich 10.000 Euro liegen.

Dieses Auto ist rein von den Kosten, Optik und der Reichweite eine erste ernst zunehmende Alternative zu den konventionellen Autos.

BoCruiser Solarfahrzeug

BoCruiser (Quelle: Hochschule Bochum)

Dass es bereits solarbetriebene Fahrzeuge gibt ist bekannt, allerdings eine Alltagstauglichkeit scheint mit den utopisch designten Fahrzeugen nicht gegeben. Der BOcruiser ist dabei eine augenscheinliche Ausnahme. Das Fahrzeug wurde von der Bochumer Hochschule entwickelt. Die 6 qm Photovoltaikmodule liefern Energie für eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Das Fahrzeug hat eine Länge von 4 Meter und wiegt lediglich 280 kg. Die mittlere Geschwindigkeit des Cruisers liegt bei 55 km/h, natürlich nur bei Sonnenschein. Bei diesen mit Photovoltaikzellen betriebenen Fahrzeugen wir das Energiepotenzial der Solarmodule offensichtlich. Mit einer Kombination mit Akkus und Ladestationen könnten in Zukunft Elektro- Autos tatsächlich Kraftstoffbetriebenen Fahrzeuge ersetzen.

FiskerKarma Solardach

FiskerKarma mit Solardach (Quelle: Fisker Automotive)

Im Sektor Solardächer für Autos ist eine gewisse Entwicklung spürbar. Nach dem Bluecar aus Frankreich integriert jetzt auch der Hersteller Fisker Automotive in seinem Sportwagen ein Solardach. Das Solardach ist mit 80 Solarzellen und einer Leistung von 120 Watt das laut Hersteller weltweit leistungsstärkste sphärisch gewölbte Solarmodul weltweit. Dieses Solarmodul soll die Ladung der Lithium-Ionen-Batterien unterstützen. Gebaut wird das Solardach von der Firma asola. Die aus Erfurt stammende asola ist seinesgleichen der weltweit führende Erzeuger von automobiler Solartechnik. Dieses Solardach produziert jährlich Energie für eine Distanz von umgerechnet 321 Kilometer.

Die Reichweite des Sportwagens mit rein elektrischen Antrieb soll bei 80 km liegen, mit dem kombiniertem Antrieb mit dem Benzinmotor liegt die Reichweite bei stolzen 483 km, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h.

Auf das härteste Solarrennen World Solar Challenge quer durch Australien bereiten sich derzeit die Titelverteidiger vor, die Studenten der Delfter Universität für Technologie. In 18 monatiger Bauzeit erschufen Sie die Nuna6 zusammen mit dem deutschen Unternehmen Evonik.

Dieses Fahrzeug wiegt lediglich 145 Kg und ist somit das leichteste jemals von den Niederländern gebaute Solarfahrzeug. Die Studenten hoffen mit der Nuna 6 zum vierten Mal die im Oktober stattfindende 3000 Kilometer Rally als erster zu schaffen.

Das Preisgeld für die Rally beträgt stattliche 10 Millionen Dollar. Der Wettbewerb findet zwischen Darwin und Adelaide statt die zu fahrende Distanz 3000 Kilometer. Die Nuna6 ist mit 1690 Monokristalliner Solarzellen ausgestattet.