Auch chinesische Anbieter von PV-Modulen machen noch Verluste (Quelle: Yingli)

Alle schlechten Nachrichten scheinen sich bereits in den Aktienkursen der Solarwerte  wieder zu finden. Das Potential der Photovoltaik in den nächsten Jahren scheinen die Anleger derzeit allerdings vollkommen zu vergessen. Es häufen sich täglich die Meldungen, dass große PV-Projekte auf Bali, China, Japan, Afrika usw. errichtet werden. Alleine Griechenland möchte über ein Beteiligungsprojekt bis zu 20 Mrd. Euro in Solarprojekte (Helios) investieren und so die darniederliegen Wirtschaft ankurbeln und nebenbei versuchen mit Stromexporte Devisen ins Land zu holen. In China wurde die Einspeisvergütung für Solarstrom verdoppelt, eine Wachstumsrate 2011 von 230% war die Folge. Es sind Berichte im Umlauf wonach China bis 2015 15 GWp und mehr an neuen PV-Anlagen ans Netz anschließen möchte. Die derzeit günstigen Kurse von Solarworld, Yingli und Co und die extrem schlechten Analystenmeinungen  sollten jeden zu denken geben, der Exodus bei den Solarwerten wird ungehindert weitergehen. Das Potenzial wird dennoch extrem unterschätzt, das Wachstum im PV-Bereich wird ungehindert weitergehen und sich noch verstärken. Die damalige Einschätzung vor 5 Monaten erst Aktien zu kaufen wenn sich die Spotpreise erholen ist dennoch aufrecht.

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Starke Nerven müssen Anleger von Solarworld und Co derzeit beweißen. (Quelle: Solarworld)

Die Modulhersteller haben in den letzten Wochen massiv an Wert eingebüßt. Der Grund ist der sehr starke Abwärtstrend am Spotmarkt und Überkapazitäten. Allerdings wird, auch gerade wegen der günstigen Modulpreise, immens in große PV-Anlagen investiert. China will in den nächsten Jahren PV-Anlagen mit einer Leistung von über 50 GWp installieren, in Australien ist Solarstrom seit September günstiger herzustellen als aus konventionellen Kohlekraftwerken. Die Modulpreise werden sich dennoch vermutlich noch 1-2 Monate nach unten bewegen, viele kleinere Modulhersteller werden einen nochmaligen Preisverfall von 20% und mehr nicht mehr verkraften können und gehen Konkurs. Dadurch werden natürlich auch Kapazitäten abgebaut. Wenn die Modulpreise innerhalb der nächsten 3 Monate wieder anziehen, werden auch die Lagerkapazitäten abgebaut. Durch die inflationäre Entwicklung der Modulpreise kauft sich kein PV-Anlagenbauer Module auf Lager, bei einer Preissteigerung allerdings schon. Der Spotmarkt muss jetzt genau beobachtet werden, sollten sich die Modulpreise 1-2 Monate stabil halten, oder sogar steigen, ist ein Einstieg bei Yingli, Solarworld und Co der beste Zeitpunkt.