Lois Palmer

Lois Palmer mit seinem "Solartaxi" (Quelle: designnation)

Die unglaubliche Weltreise des Louis Palmer aus der Schweiz wurde in dem Dokumentarfilm „Solartaxi“ verfilmt. In den Jahren 2007 und 2008 erfüllte sich der Schweizer seinen Kindheitstraum – eine Weltumrundung. Mit seinem Solartaxi legte der Schweizer in 18 Monaten eine Strecke von 53.000 Kilometer ohne Treibstoff zurück. Als Energiespeicher verwendete er dabei die ZEBRA Hochenergiebatterie aus Kochsalz, Keramik und Nickel, diese Batterie kann viermal mehr Energie als gleichschwere Blei-Akkus liefern – dies ermöglichte ihm eine tägliche Reichweite von bis zu 400 Kilometer (mehr Infos zur ZEBRA-Batterie: hier). Auf dem mitgeschleppten Anhänger lieferten 6m² große Solarzellen ausreichend Strom für eine tägliche Strecke von 100 Kilometer. Auf 100 Kilometer benötigte das Fahrzeug ca. 8 kWh, dies entspricht einem Benzinverbrauch von 0,8 Liter auf 100 Kilometer. Das Fahrzeug hat 20 PS

 

Solarship

Solarship (Quelle: solarship.com)

Wenn es nach dem kanadischen Unternehmen solarship geht, werden in Zukunft riesige rein mit Photovoltaikmodulen betriebene Solarschiffe am Himmel zu sehen sein.  Ab 2012 finden die ersten Demoflüge dieser ungewöhnlichen Flugobjekte statt. Die Firma solarship aus Toronto plant drei verschiedene Modelle mit dem Namen Caracal, Chui und Nanuq. Diese Luftschiffe können eine Nutzlast zwischen einer und dreißig Tonnen tragen. Ausgelegt sind die Luftschiffe hauptsächlich für unwirtliche Gegenden. Das größte der drei Luftschiffe mit dem Namen Nanuq transportiert rein mit Solarmodulen bis zu 12 Tonnen Last (mit Hybrid 30 Tonnen) und kann bei einer unbegrenzter Distanz bis zu 135 Kilometer pro Stunde schnell werden. Nur zu hoffen, dass dem Solarship nicht das selbe Schicksal ereilt wie dem Cargolifter.  weiterlesen

BYD eBus

BYD eBus (Quelle: BYD)

Das chinesische Unternehmen BYD hat einen elektrisch betriebenen Bus mit Solardach vorgestellt. Der „eBus-12“ wird in den nächsten Monaten den Probebetrieb in Frankfurt am Main, Kopenhagen oder London aufnehmen. Mit moderner Batterietechnologie verfügt der eBus über eine Reichweite von 250 Kilometer, weiters verfügt der Bus über einen neu entwickelten Radnabenantrieb und  über eine sogenannte „Fe-Battery“. Diese Batterie enthält laut dem Unternehmen keine giftigen Stoffe oder Schwermetalle und hat eine Ladekapazität von 600 Ah. Die Ladezeit des als Niederflurbus konzipierten Fahrzeuges beträgt zwischen drei und sechs Stunden. Das Highlight des Busses sind die am Dach integrierten Solarmodule, mit diesen Photovoltaikmodulen kann bei Schönwetter die beachtliche Reichweite von 250 Kilometern noch weiter gesteigert werden.

Auf der Website von BYD wird der Verbrauch mit ca. 100 kWh pro 100 Kilometer angegeben, die Batterie müsste also 250 kWh speichern können um tatsächlich 250 Kilometer fahren zu können. Auf dem Foto befinden sich 18 Module á ca. 225 Wp, diese Module würden in Süddeutschland oder Österreich theoretisch ca 4000 kWh jährlich produzieren, genug Energie für 4000 Kilometer.

BYD ist ein Akronym von „Build your Dreams“  und beschäftigt 60.000 Menschen, der Investor Warren Buffet ist an dem Unternehmen in Shenzhen mit 10% beteiligt.  BYD betreibt gemeinsam Forschungseinrichtung mit der Daimler AG.

Diese Idee finde ich hervorragend, die Kombination mit den PV-Zellen ist zukunftsweisend und ein wichtiger Beitrag für den Energiewandel

Smart mit transparenten Solarzellen

Smart mit transparenten Solarzellen (Quelle: Daimler)

Eine neue Designstudie aus dem Hause Daimler zeigt einen Smart mit lichtdurchlässigen Dach. Dieses Dach fungiert zusätzlich als Solarzelle und erzeugt Energie. Weiters basiert dieses Dach auf organische Farbstoffe, die in einem Sandwichdach eingelassen werden. Mit dieser Energie lassen sich Ventilatoren und sämtliche Multimediakomponenten mit Strom versorgen. Ob dieses futuristische Fahrzeug auf dem Markt kommt ist fraglich. Die
Idee mit den transparenten Photovoltaikzellen ist sicherlich eine spannender Ansatz.

 

Solarworld GT

Solarworld GT (Quelle: Hochschule Bochum)

Das von Solarworld und der Hochschule Bochum entwickelte Solarfahrzug „SolarWorld GT“ versucht ab November eine Weltumrundung und das ohne zusätzlicher Stromzufuhr oder Kraftstoffverbrauch. Es wäre das erste Mal überhaupt in der Automobilgeschichte, dass ein Fahrzeug energetisch autark die Welt umrundet. Gestartet wird Mitte Oktober bei der diesjährigen „WorldSolarChallenge“ in Australien, danach geht es weiter nach Neuseeland, Nordamerika, Nordafrika, Europa und Asien. Nach 34.000 Kilometer, so wird geplant, wird das Auto am Ausgangspunkt eintreffen. Sollte der Versuch erfolgreich verlaufen, würden gleich mehrere Weltrekorde aufgestellt, unter anderem würde das die längste jemals mit einem Solarauto zurückgelegte Strecke sein.

Technische Daten zum SolarworldGT: 

Gewicht unter 300 Kilogramm

Höchstgeschwindigkeit über 120 km/h

Antrieb mit 2 Radnabenmotoren á 2 kW, Höchstleistung 10 kW

3 Quadratmeter Hochleistungssolarzellen

21 Kilogramm Akku

Reichweite 300 km auf Batterie, bei Sonnenschein unbegrenzt

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SolarautomobilBluecar

Quelle: www.bluecar.fr

Derzeit hat man das Gefühl, dass sich auf dem Bereich E-Autos mit Photovoltaik Unterstützung rein gar nichts bewegt. Ein Konzeptauto der französischen Firmen Groupé Bollore und Pininfarina scheint hier endlich Abhilfe zu schaffen. Die Reichweite mit dem 300 kg schweren Lithium-Metall-Polymer Akku beträgt zwischen 200-250 Kilometer, dieser Akku kann 30 kWh (75 Ah) speichern. Laut Batteriehersteller ist der Akkumulator für eine Lebensdauer von über 200.000 Kilometer ausgelegt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei ca. 130 Kilometer pro Stunde. Die Leistung des von der Firma Matra gelieferten Motor beträgt 50 kW. Die auf dem Dach und der Kühlerhaube angebrachten Fotozellen werden für die Speisung der elektrischen Verbraucher verwendet. Die Stromkosten für 100 Kilometer betragen geschätzt lediglich 1 Euro. Der Wagen ist 3,05 Meter lang, 1,61 Meter hoch und 1,71 Meter breit. Dieses sehr viel versprechendes Auto kann um 10 Euro täglich gemietet werden. Ab 2015 sollten circa 60.000 Einheiten produziert werden, der angestrebte, nicht endgültige Preis sollte bei lediglich 10.000 Euro liegen.

Dieses Auto ist rein von den Kosten, Optik und der Reichweite eine erste ernst zunehmende Alternative zu den konventionellen Autos.

A123 Systems Power Pack

A123 Systems Power Pack (Quelle A123 Systems)

Für PV-Inselanlagen und Elektromobilität stellt sich nach wie vor die Frage der Energiespeicherung. Der beste im Handel erhältliche Akkumulator ist derzeit der Nanophosphate-Lithium-Eisen-Phosphat-Akkumulator von A123 Systems. A123 Systems hat bereits über 20 Lieferverträge von der Automobilindustrie in der Tasche. Die Leistungsdichte der Batterien sind enorm und liegen bei 3000 Wh pro Kg. Der Temperaturbereich von -30 und +60 Grad spricht ebenfalls für diese Technologie. Wenn man bedenkt, dass Konzerne wie General Electric, Alliance Capital, Sequoia Capital, CMEA Ventures, FA Technology Ventures, OnPoint, das Massachusetts Institute of Technology, Motorola, Qualcomm und Duracell an dieser Firma beteiligt sind, dürfen wir hoffen, dass sich diese Akkumulatoren noch weiter verbessern und sich endlich eine Lösung für die Stromspeicherung findet.

Beispiel Spezifikationen für die Nanophosphate® AHR32113 Power Module von A123 Systems:

  • Kapazität: 8,84 Ah
  • Leistungsbereich: 75kW bis 110kW
  • Normale Spannung: 264V bis 393V
Der Vorteil dieser Batterien sind sicher die schnelle Leistungsaufnahme bei bis zu 393 V und die gewaltige Kapazität von knapp 9 Ah bei 393 V.
Leider habe ich keine weiteren Infos über den Preis der Akkumulatoren gefunden.

Solarzelt

Solarzelt (Quelle: newhouseofart.com)

Eine sicherlich innovative Idee ist das Solarzelt mit dem Namen „Solar Mobile Home Design Glastonbury“ von Orange. Gedacht ist dieses Konzept für Personen die gerne wandern und sich längere Zeit in der freien Natur aufhalten. Mit diesem Zelt lässt sich Energie gewinnen und auch speichern, diese Energie kann dann für Mobile Geräte oder für einen LCD Bildschirm verwendet werden. Mit der gewonnen Energie kann weiters das Zelt in der Nacht leuchten. Wir dürfen gespannt sein in wie weit dieses Projekt weiter entwickelt wird, die Nachfrage für ein solches Zelt ist sicherlich vorhanden.

Solarstraße (Quelle: ecofriend.com)

Die Idee Autobahnen und öffentliche Straßen mit Photovoltaikmodulen zu überdachen ist bereits häufig besprochen worden. Mit dieser Idee hat sich der aus Dresden kommende Frank Lessing intensiv beschäftigt und kommt zu folgender Berechnung:

 

  • Investition Gesamtpreis für 60 Millionen m² ~ 6.0 GW Leistung zu 3.000€/kW = 18.000.000.000 €
  • Erzeugte Energie bei 800 KWh/KW-peak p.a. ergibt 4,800 Gigawattstunden = 4,8 TWh
  • Bei einem mittleren Abgabepreis von 0,25€ / kWh ergibt das jährlich = 1,2 Mrd €
  • Abzug für Wartung, Versicherung, Management, Eigenenergie von 10% = -120 Millionen €
  • Es verbleiben = 1.08 Mrd €
  • Die jährliche Rendite wäre: 1,08/18 = 6,% – Bei 100% Eigenkapital als Aktienmodell.

Diese Idee ist sicherlich visionär, allerdings kaum realisierbar.

BoCruiser Solarfahrzeug

BoCruiser (Quelle: Hochschule Bochum)

Dass es bereits solarbetriebene Fahrzeuge gibt ist bekannt, allerdings eine Alltagstauglichkeit scheint mit den utopisch designten Fahrzeugen nicht gegeben. Der BOcruiser ist dabei eine augenscheinliche Ausnahme. Das Fahrzeug wurde von der Bochumer Hochschule entwickelt. Die 6 qm Photovoltaikmodule liefern Energie für eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Das Fahrzeug hat eine Länge von 4 Meter und wiegt lediglich 280 kg. Die mittlere Geschwindigkeit des Cruisers liegt bei 55 km/h, natürlich nur bei Sonnenschein. Bei diesen mit Photovoltaikzellen betriebenen Fahrzeugen wir das Energiepotenzial der Solarmodule offensichtlich. Mit einer Kombination mit Akkus und Ladestationen könnten in Zukunft Elektro- Autos tatsächlich Kraftstoffbetriebenen Fahrzeuge ersetzen.