Fraunhofer ISE:

»Die Entwicklung der Photovoltaiktechnologie, der Aufbau der Solarindustrie und die Markteinführung der Photovoltaik in Deutschland waren bislang eine große Erfolgsgeschichte«, so Professor Eicke R. Weber, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg, dem europaweit größten Solarforschungsinstitut. »Die geplante drastische zusätzliche Absenkung der Einspeisevergütung gefährdet diesen auch international beachteten Erfolg ernsthaft und sollte deshalb dringend überdacht werden«, so Weber. »Die Minister Röttgen und Rösler wünschen zwar einen weiteren Ausbau der Photovoltaik, dieser ist jedoch mit der jetzt geplanten Regelung nicht mehr möglich. Als Folge drohen Firmenschließungen und ein erheblicher Arbeitsplatzabbau. Und ohne starke produzierende Photovoltaikunternehmen in Deutschland wird es auch für die hiesige Solarforschung sehr schwer, ihren internationalen Spitzenplatz langfristig zu verteidigen. Wir appellieren deshalb an die Bundesregierung, diesen Schritt nochmals zu überdenken. Die daraus resultierende Schließung innovativer Unternehmen kann nur schwer wieder rückgängig gemacht werden, denn damit gingen mühsam aufgebaute Strukturen verloren«

 

Philipp Rösler, Chef einer 2% Partei und Wirtschafts- und Technologieminister

»Dieser Wert ist geeignet, die Kosten der EEG-Förderung für PV-Anlagen zu begrenzen und zugleich, im Zusammenwirken mit der internationalen Entwicklung, einen ausreichenden weiteren Anreiz zur technologischen Entwicklung und Beitrag zur Stützung der Solarindustrie zu gewährleisten“

 

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar.

»Was hier geplant ist, ist ein Solar-Ausstiegsgesetz. Nun soll Solarstrom der Stecker gezogen werden. So kann die Energiewende nicht gelingen. Die Existenz von vielen zehntausend Arbeitsplätzen in einer der wichtigsten Zukunftsbranchen steht auf dem Spiel. Rösler und die Interessen der großen Energiekonzerne haben sich durchgesetzt. Jetzt droht ein gewaltiger Rollback in der Umwelt- und Energiepolitik“.

 

Frank Asbeck, Chef von Solarworld

„Wir werden einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen sehen. Zehntausende von Stellen stehen auf dem Spiel. Mit dem zu erwartenden Markteinbruch werden 30 Jahre Forschung und 15 Jahre Industriegeschichte ohne Not geopfert. Da hat die Politik einen draufgesattelt und versetzt uns jetzt den Todesstoß. Insbesondere die einmaligen Kürzungen sind nicht notwendig, auch macht es wenig Sinn, die vergütete Menge zu begrenzen“

 

Hermann Scheer, Initiator des Erneuerbaren Energiegesetztes, Träger des alternativen Nobelpreises († 14. Oktober 2010)

„Diejenigen (Politiker), die wissen, was sie da anrichten, haben nur noch einen kurzen Karrierezeitraum im Blick – nach mir die Sintflut. Und dieses radikale Kurzzeitdenken, nicht mehr das Denken in längerfristigen Verantwortungskategorien, ist typisch für das gesamte Neoliberale Zeitalter. Im Neoliberalen Zeitalter ist alles verkürzt … auf die aktuelle Erzielung einer höchstmöglichen Rendite, koste es was es wolle.“

„Statt weniger Eigentümer haben wir auf einmal Hunderttausende oder gar Millionen Eigentümer. Das ist nur möglich mit Erneuerbaren Energien und zwar für alle. Die Energieversorgung bekommt eine Demokratisierung. „

Powerdog

Powerdog

Mit Powerdog können Solaranlage überwacht und die Erträge visuell und online betrachtet werden.

Am Beispiel einer 19,2 kWp Anlage im Innviertel (Zell an der Pram), Oberösterreich kann der stündliche, tägliche, monatliche oder jährliche Ertrag berechnet werden. Der Betreiber: „Bei der Anschaffung wurde auch auf die Qualität des Produktes geachtet. Es handelt sich bei den verarbeiteten Komponenten, um die Testsieger (Module) und Platz 2 (Wechselrichter) der renommierten Fachzeitschrift Photon. Außerdem sind beide Komponenten in der EU gefertigt worden und somit keine Billigchinaprodukte.“

LinkZur Anlage

Solarship

Solarship (Quelle: solarship.com)

Wenn es nach dem kanadischen Unternehmen solarship geht, werden in Zukunft riesige rein mit Photovoltaikmodulen betriebene Solarschiffe am Himmel zu sehen sein.  Ab 2012 finden die ersten Demoflüge dieser ungewöhnlichen Flugobjekte statt. Die Firma solarship aus Toronto plant drei verschiedene Modelle mit dem Namen Caracal, Chui und Nanuq. Diese Luftschiffe können eine Nutzlast zwischen einer und dreißig Tonnen tragen. Ausgelegt sind die Luftschiffe hauptsächlich für unwirtliche Gegenden. Das größte der drei Luftschiffe mit dem Namen Nanuq transportiert rein mit Solarmodulen bis zu 12 Tonnen Last (mit Hybrid 30 Tonnen) und kann bei einer unbegrenzter Distanz bis zu 135 Kilometer pro Stunde schnell werden. Nur zu hoffen, dass dem Solarship nicht das selbe Schicksal ereilt wie dem Cargolifter.  weiterlesen

BYD eBus

BYD eBus (Quelle: BYD)

Das chinesische Unternehmen BYD hat einen elektrisch betriebenen Bus mit Solardach vorgestellt. Der „eBus-12“ wird in den nächsten Monaten den Probebetrieb in Frankfurt am Main, Kopenhagen oder London aufnehmen. Mit moderner Batterietechnologie verfügt der eBus über eine Reichweite von 250 Kilometer, weiters verfügt der Bus über einen neu entwickelten Radnabenantrieb und  über eine sogenannte „Fe-Battery“. Diese Batterie enthält laut dem Unternehmen keine giftigen Stoffe oder Schwermetalle und hat eine Ladekapazität von 600 Ah. Die Ladezeit des als Niederflurbus konzipierten Fahrzeuges beträgt zwischen drei und sechs Stunden. Das Highlight des Busses sind die am Dach integrierten Solarmodule, mit diesen Photovoltaikmodulen kann bei Schönwetter die beachtliche Reichweite von 250 Kilometern noch weiter gesteigert werden.

Auf der Website von BYD wird der Verbrauch mit ca. 100 kWh pro 100 Kilometer angegeben, die Batterie müsste also 250 kWh speichern können um tatsächlich 250 Kilometer fahren zu können. Auf dem Foto befinden sich 18 Module á ca. 225 Wp, diese Module würden in Süddeutschland oder Österreich theoretisch ca 4000 kWh jährlich produzieren, genug Energie für 4000 Kilometer.

BYD ist ein Akronym von „Build your Dreams“  und beschäftigt 60.000 Menschen, der Investor Warren Buffet ist an dem Unternehmen in Shenzhen mit 10% beteiligt.  BYD betreibt gemeinsam Forschungseinrichtung mit der Daimler AG.

Diese Idee finde ich hervorragend, die Kombination mit den PV-Zellen ist zukunftsweisend und ein wichtiger Beitrag für den Energiewandel


SolarautomobilBluecar

Quelle: www.bluecar.fr

Derzeit hat man das Gefühl, dass sich auf dem Bereich E-Autos mit Photovoltaik Unterstützung rein gar nichts bewegt. Ein Konzeptauto der französischen Firmen Groupé Bollore und Pininfarina scheint hier endlich Abhilfe zu schaffen. Die Reichweite mit dem 300 kg schweren Lithium-Metall-Polymer Akku beträgt zwischen 200-250 Kilometer, dieser Akku kann 30 kWh (75 Ah) speichern. Laut Batteriehersteller ist der Akkumulator für eine Lebensdauer von über 200.000 Kilometer ausgelegt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei ca. 130 Kilometer pro Stunde. Die Leistung des von der Firma Matra gelieferten Motor beträgt 50 kW. Die auf dem Dach und der Kühlerhaube angebrachten Fotozellen werden für die Speisung der elektrischen Verbraucher verwendet. Die Stromkosten für 100 Kilometer betragen geschätzt lediglich 1 Euro. Der Wagen ist 3,05 Meter lang, 1,61 Meter hoch und 1,71 Meter breit. Dieses sehr viel versprechendes Auto kann um 10 Euro täglich gemietet werden. Ab 2015 sollten circa 60.000 Einheiten produziert werden, der angestrebte, nicht endgültige Preis sollte bei lediglich 10.000 Euro liegen.

Dieses Auto ist rein von den Kosten, Optik und der Reichweite eine erste ernst zunehmende Alternative zu den konventionellen Autos.

Lärmschutzwand mit Photovoltaik

Lärmschutzwand mit Photovoltaiki (Quelle: umwelt.viewegteubner.de)

Das ungenutzte Potential von Lärmschutzwänden am Beispiel von Österreich bzw. ASFINAG:

Der Lärmschutzbestand in Österreich beträgt 2,5 Mio m², davon sind ca. 830.000 m² für Phtotovoltaik nutzbar. Würde dieses Potential genutzt, könnten dadurch Erträge von ca.  100 Mio kWh jährlich erzielt werden.  Bei 2000 Euro Installationskosten könnte die ASFINAG bei 25 jähriger Nutzbarkeit und 4% Kapitaleinsatz Strom um unter 15 Cent pro kWh erzeugen. Dieser Strom würde einer Kilometerleistung von über 770 Mio. Kilometern mit einem normalem Elektroauto (Verbrauch 130 Wh pro KM) entsprechen, dies wiederum entspricht über 50 Mio Litern Treibstoff. Ein enormer volkswirtschaftlicher Nutzen ist natürlich ein weiterer positiver Nebeneffekt.

Solarstraße (Quelle: ecofriend.com)

Die Idee Autobahnen und öffentliche Straßen mit Photovoltaikmodulen zu überdachen ist bereits häufig besprochen worden. Mit dieser Idee hat sich der aus Dresden kommende Frank Lessing intensiv beschäftigt und kommt zu folgender Berechnung:

 

  • Investition Gesamtpreis für 60 Millionen m² ~ 6.0 GW Leistung zu 3.000€/kW = 18.000.000.000 €
  • Erzeugte Energie bei 800 KWh/KW-peak p.a. ergibt 4,800 Gigawattstunden = 4,8 TWh
  • Bei einem mittleren Abgabepreis von 0,25€ / kWh ergibt das jährlich = 1,2 Mrd €
  • Abzug für Wartung, Versicherung, Management, Eigenenergie von 10% = -120 Millionen €
  • Es verbleiben = 1.08 Mrd €
  • Die jährliche Rendite wäre: 1,08/18 = 6,% – Bei 100% Eigenkapital als Aktienmodell.

Diese Idee ist sicherlich visionär, allerdings kaum realisierbar.

BoCruiser Solarfahrzeug

BoCruiser (Quelle: Hochschule Bochum)

Dass es bereits solarbetriebene Fahrzeuge gibt ist bekannt, allerdings eine Alltagstauglichkeit scheint mit den utopisch designten Fahrzeugen nicht gegeben. Der BOcruiser ist dabei eine augenscheinliche Ausnahme. Das Fahrzeug wurde von der Bochumer Hochschule entwickelt. Die 6 qm Photovoltaikmodule liefern Energie für eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Das Fahrzeug hat eine Länge von 4 Meter und wiegt lediglich 280 kg. Die mittlere Geschwindigkeit des Cruisers liegt bei 55 km/h, natürlich nur bei Sonnenschein. Bei diesen mit Photovoltaikzellen betriebenen Fahrzeugen wir das Energiepotenzial der Solarmodule offensichtlich. Mit einer Kombination mit Akkus und Ladestationen könnten in Zukunft Elektro- Autos tatsächlich Kraftstoffbetriebenen Fahrzeuge ersetzen.

Solarboot

PlanetSolar - Photovoltaikboot (Quelle: planetsolar.org)

Das Projekt PlanetSolar hat sich das Ziel gesetzt, eine Weltumrundung mit einem rein mit Photovoltaikzellen bestückten Boot zu schaffen. Ein Zwischenerfolg ist Kapitän Erwann Le Rouzic mit der Überquerung des Chinesischen Meeres trotz Monsun und tropischen Stürmen gelungen. Am 15 August 2011 erreichte das Team Hongkong unbeschadet.

Die PlanetSolar ist ein 95 Tonnen schwerer Katamaran, er ist 31 Meter lang und 15 Meter breit. Insgesamt haben 40 Personen darauf Platz.

Auf dem Boot sind auf insgesamt 537 Quadratmetern Photovoltaikmodule verbaut, durchschnittlich schippert die unter der Schweizer Flagge stehende PlanetSolar 7,5 Knoten durch die Weltmeere. Initiiert wurde das Projekt 2004 von Raphaël Domjan. Gebaut wurde das Boot im übrigen in Deutschland.

Die Ziele von PlanetSolar sind laut der Projektseite:

  • Aufzeigen des Potenzials erneuerbarer Energien, insbesondere der Solarenergie, und ihre Bedeutung für technologische Entwicklungen
  • Nachweis der Alltagstauglichkeit nachhaltiger Energien und praktische Vorschläge für ihre Nutzung
  • Impulse für die die wissenschaftliche Forschung und die technologische Entwicklung im Bereich erneuerbare Energien
  • Information der Öffentlichkeit über die Bedeutung erneuerbarer Energien
  • Förderung der Energieeffizienz
  • Erfolgreiches Zusammenwirken von Ökonomie und Ökologie harmonisch und erfolgreich zusammenarbeiten können

Das Solardach des car2go Konzeptes von Daimler für den smart fortwo mit einer Größe von 1,2 Quadratmetern ist lt. Hersteller das derzeit leistungsstärkste Solardach weltweit. Der erzeugte Strom wird dabei direkt in die 12 V-Batterie eingespeist und wird somit sofort für die elektrischen Geräte zur Verfügung gestellt, ebenfalls wird durch den erzeugten Strom automatisch die fahrzeugeigene Lüftung betrieben. Dadurch kann die Innenraumtemperatur auf bis zu 18 Grad Celsius abgekühlt werden.

Technische Details des Solar-Dachmoduls
Das Dachsystem hat eine Größe 1,2 Quadratmetern, die solaraktive Fläche beträgt dabei 0,64 Quadratmeter. Zur Energiegewinnung hat der Hersteller Webasto monokristalline Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von 17,5 Prozent in das Dach integriert. Die maximale Leistung liegt bei rund 100 Wp. Um die Batterie laden zu können, ist das Solardach vollständig in die Bordelektronik integriert.