Solarlaegerät

Solarladegerät Suncharger (Quelle: Solarworld)

Das bereits im Februar 2011 vorgestellte Solarladegerät „Suncharger“ steht kurz vor dem Verkaufsstart. Laut Auskunft von Solarworld soll dieses mit Sonnenlicht betriebene Ladegerät für Mobilgeräte 89,00 Euro kosten und eine Kapazität von 1200 mAh aufweisen, die Nennspannung liegt bei 3,7 Volt. Das Ladergerät benötigt 4 Stunden direkte Sonneneinstrahlung um den Internen Akku gänzlich zu laden, ebenfalls kann es auch mittels normaler Steckdose aufgeladen werden.

Der Artikel ist ab sofort im Lufthansa Worldshop für 89,00 Euro oder 25.000 Meilen erhältlich. Wegen der starken Nachfrage kommt es allerdings zu Lieferverzögerungen.

Wegen der geringen Kapazität von 1200 mAh eignet sich der Suncharcher eher ausschließlich für  Handy, Kamera, Navigation und mp3 Player. Zum Vergleich, ein Iphone Akku hat bis zu 1600 mAh bei einer Nennspannung von 3,7 Volt.

SolarWorld präsentierte im Jahr 2011 auf einer der größten Mobilfunkmessen das Solarladegerät mit der Bezeichnung „SunCharger“. Mit diesem neuen Produkt ermöglicht es der deutsche Solarstromkonzern, Mobiltelefone jederzeit verlässlich mit Strom aufzuladen. Der SunCharger vereint somit Netzteil, Akku und Solarzelle in einem Gerät und bietet damit drei Möglichkeiten, das Handy aufzuladen: Das Mobiltelefon zieht entweder den Strom aus dem normalen Netz, versorgt sich mit der im Akku zwischengespeicherten Energie oder wird direkt mit Solarstrom geladen.

„Der SolarWorld SunCharger ist die Solarstromanlage im Kleinformat und zeigt, was mit Solarstrom möglich ist: unabhängig und überall für den eigenen Bedarf Eigenstrom produzieren“, sagt Dr.-Ing.- E. h. Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG. „Und wenn keine Steckdose vorhanden ist, sorgen Solarzelle und Akku für eine sichere und saubere Stromversorgung.“

Link: http://www.suncharger.de/


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Kann es aufgrund der Förderkürzung zu einem neuen Boom für Solaranlagen kommen wie hier bei SMA-Solar?

Kann es aufgrund der Förderkürzung zu einem neuen Boom für Solaranlagen kommen? (Quelle: SMA Solar)

Etliche Experten sind der Ansicht, dass sich aufgrund der Förderkürzung für PV-Anlagen ein Stillstand beim Anlagenbau einstellt. Allerdings sollte die momentane inflationäre Entwicklung für Solaranlagen der Förderkürzung gegenübergestellt werden.

Die Förderkürzung des EEG hat zur Folge, dass sich die Preise für Solaranlagen noch schneller nach unten bewegen als bisher. In Angebotsvergleichen im Internet werden derzeit Komplettanlagen inklusive Montage zu einem Preis von  1.600,00 Euro pro kWp angeboten.  Bei solchen Preisen kann der Strom bei einer Nutzungsdauer von 25 Jahren in Bayern oder Baden-Württemberg bereits um 12,4 Cent* produziert werden, dies entspricht mit der jetzigen Vergütung 7,1 Cent Rendite pro eingespeister KWh. Die weitere Folge der Förderkürzung sind Vorzieheffekte  für den Bau von Anlagen. Brancheninsider berichten sogar, dass sich der Zubau von Photovoltaikanlagen in Deutschland im 1. Quartal 2012 auf 1,8- 7,5 GWp belaufen könnte. Diese Förderkürzung kann, wie absurd es auch klingt, zu einem neuen Boom der Solarindustrie führen. So berichtet das Magazin „DerAktionär“ „dass SMA-Produkte teils Lieferzeiten bis Ende Juni haben“.

*Der aus dieser Berechnung zugrundeliegende Kapitalkostensatz liegt bei 4%, die Betriebskosten bei jährlich 1%, eine Minderung von 0,5% jährlich wurde ebenfalls berücksichtigt.
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Der Preisverfall für Solarmodule hat sich im Monat März teilweise stark abgeschwächt. Solarmodule wurden in Deutschland lediglich um -0,98% günstiger als noch im Vormonat. Der Preisverfall für Module aus amorphes Silizium konnte sogar gestoppt werden, der Preis liegt allerdings bei sehr niedrigen 0,57 Euro pro Watt.

Meldungen wonach sogar chinesische Hersteller teilweise die Produktion kürzen, oder gar auf die Zellproduktion verzichten und Lagerbestände abbauen, könnte zur Folge haben dass sich die Modulpreise wieder erholen bzw. die Solarmodule teurer werden.

MODULTYP, HERKUNFT € / WP TREND SEIT FEBRUAR 2012 TREND SEIT JANUAR 2012
Kristallin Deutschland 1.02 < -0,98 % < -4,90 %
Kristallin China 0.74 < -4,05 % < -6,76 %
Kristallin Japan 1.00 < -2,00 % < -5,00 %
Dünnschicht CdS/CdTe 0.61 < -3,28 % < -11,48 %
Dünnschicht a-Si 0.57 > 0,00 % < -5,26 %
Dünnschicht a-Si/µ-Si 0.71 < -1,41 % < -7,04 %

Auf der Seite pvxchange.com wird monatlich ein Preisindex zur Entwicklung von Großhandelspreise für Dünnschicht- und kristallinen Solarmodulen erstellt.

 

Link: http://www.pvxchange.com/priceindex/priceindex.aspx?template_id=1&langTag=de-DE

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In Spanien entsteht der erste konkurrenzfähige Solarpark ohne Subventionen

In Spanien entsteht der erste konkurrenzfähige Solarpark ohne Subventionen

Das Problem für Betreiber von Photovoltaikanlagen und deren Zulieferer ist die politische Abhängigkeit. Immer häufiger werden im PV-Sektor Subventionen, Zuschüsse und Einspeisvergütungen gekürzt oder gänzlich gestrichen. Dieser Zustand hat sich mit der Schuldenkrise noch verschärft. Um sich von dieser Abhängigkeit zu befreien baut die Gehrlicher Solar AG in Spanien in der Region Exdremadura das erste große Photovoltaikkraftwerk ohne Subventionen. Dieses Kraftwerk könnte ein Wendepunkt für einen großflächigen Ausbau von PV-Anlagen bedeuten.

 

 

Mérida, Spanien. Der Ministerpräsident von Extremadura,Jose Antonio Monagas, und der CEO der Firma Gehrlicher Solar Spanien, Guillermo Barea, unterzeichneten gestern ein Abkommen zum Bau eines spanischen 250 MW Mega-Projektes in der Region Exdremadura.
Gehrlicher Solar Spanien plant mit dem Bau des PV Kraftwerks auf einer Fläche von 750 Hektar schon in 2013 zu beginnen; die Fertigstellung der Anlage ist dann für 2015 vorgesehen. Das 250 MW-Projekt wird jährlich rund 400.000 MWh sauberen umweltfreundlichen Strom erzeugen und so die Energieversorgung von mehr als 100.000 Haushalten sicherstellen. Die prognostizierte CO2 Ersparnis beträgt rund 356.000 Tonnen pro Jahr. Daneben werden während der Bauphase mehr als 2.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze geschaffen.
Der Ministerpräsident von Extremadura, Jose Antonio Monagas sieht in diesem Projekt ein eindrucksvolles „Bekenntnis“ der Exekutive Extremadura „zu erneuerbaren Energien“, und bekräftigt damit das „langjährige Engagement für umweltschonende Energieproduktion“. Zudem betonte Ministerpräsident Monagas, dass Extremadura das „ideale Umfeld für derartige Projekte“ sei.
Guillermo Barea zeigt sich äußerst erfreut über die unterzeichnete Vereinbarung: Dieses Megaprojekt zeigt eindrucksvoll, dass die PV-Industrie, nicht nur in Spanien, sondern in ganz Europa, auch ohne Subventionierung wettbewerbsfähig sein wird. Mit Unterstützung der Regierung von Extremadura, wird dieses Projekt einen signifikanten Beitrag zur „Renaissance“ der PV-Industrie in Spanien leisten. Mega-Projekte auf der einen Seite und der Eigenverbrauch auf der anderen Seite stellen die zwei wichtigsten Bausteine für die Zukunft dar. Ich bin davon überzeugt, dass die Photovoltaik-Industrie jetzt erst richtig startet“.

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Neztparität

Bereits 2012 wird selbst erzeugter Strom günstiger sein als vom Energieversorger.

Durch Medien wird suggeriert, dass sich private Photovoltaikanlagen nicht rentieren und nur aufgrund von überhöhten Förderungen wirtschaftlich werden.

Dabei gibt es bereits seit 2010 Regionen in denen Solarstrom günstiger herzustellen ist als mittels konventioneller fossiler Erzeugung.

Seit 2011 wird eine Ausbreitung jener Länder und Regionen festgestellt, in denen der Haushaltstrompreis mittels einer privaten Photovoltaikanlage günstiger ist als der Bezug von Energieversorgern.

In einigen Regionen mit idealen Wetterbedingungen und hohen Haushaltsstrompreisen wurde die Netzparität bereits 2011 erreicht.  Dieser Länder sind: Australien, Spanien, Portugal, Italien, Malta, Zypern, Dänemark, Hawaii und Nordkalifornien. Sogar in Deutschland und Österreich wird die Netzparität bereits 2012 erwartet, wie auch in Belgien, Ungarn, Luxemburg, Niederlande Kroatien, Griechenland, Irland, Slowakei und Schweden.

Es ist absehbar, dass die Abhängigkeit von großen Energieversorgern schwindet und sich jeder selbst seinen Strom erzeugen kann. Im Übrigen wird die industrielle Netzparität in Österreich und Deutschland für 2014 erwartet.

Laut dem Martkforschungsunternehmen Solarbuzz aus Kalifornien näherten sich bereits Angebot und Nachfrage von Photovoltaikanlagen im ersten Quartal 2012 wieder an. Diese Angebots und Nachfrageparität  kann wieder zu höheren Anlagenpreisen führen. Durch Überkapazitäten und einem Angebotsüberhang mussten bereits einige Solarfirmen Insolvenz anmelden, auch chinesische Solarfirmen verbuchten im vierten Quartal 2011 zum Teil erhebliche Verluste.

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