Neue Solarvergütungssätze

Offensichtlich läuft hier etwas schief. "copyright: sfv / mester"

Vorbei ist es offensichtlich mit der deutschen Solarförderung. Aufdachanlagen bis 10kWp erhalten in Zukunft nur mehr 19,5 Cent, was unter dem derzeitigen Bruttostrompreis von 24,95 Cent pro kWh liegt. Die Eigenverbrauchsvergütung wird gänzlich gestrichen und es wird ein Mindestselbstverbrauch des erzeugten Stromes  eingeführt.

 

Auszüge aus dem neuen Gesetz:

2. Änderungen der Photovoltaik-Förderung
Mit vier Schritten sichern wir einen kosteneffizienten und marktorientierten Ausbau:
 Zusätzliche Einmalabsenkung für alle Anlagentypen zum 9. März 2012.
 Ab 1. Mai 2012 Verstetigung der Degression durch eine monatliche Absenkung
der Vergütungssätze.
 Für alle Neuanlagen Einführung eines Marktintegrationsmodells im EEG (Begrenzung
der vergütungsfähigen Strommenge auf 85 bzw. 90 %).
 Verordnungsermächtigung zur kurzfristigen Nachsteuerung der Vergütung bei
Über- oder Unterschreitung des Zubaukorridors; kontinuierliche Absenkung des
jährlichen Zubaukorridors ab 2014.
Im Einzelnen:
(1) Um den künftigen Zubau zurückzuführen, wird eine deutliche Einmalabsenkung der
Vergütungshöhe für neue Anlagen vorgenommen. Es gibt künftig nur noch 3 Kategorien
von Anlagen (Dachanlagen bis 10 kW, Dachanlagen bis 1000 kW, große
Anlagen von 1000 kW bis 10 MW (Dach und Freiflächen), keine Vergütung für Anlagen
größer 10 MW.
– 5 –
. . .
Zum 9. März 2012 sollen durch eine Einmalabsenkung die Vergütungssätze wie
folgt abgesenkt werden:
 bei den Anlagen bis 10 kW: auf 19,5 ct/kWh
 bei den Anlagen bis 1.000 kW: auf 16,5 ct/kWh
 bei den Anlagen bis 10 MW: auf 13,5 ct/kWh.
(2) Zusätzlich sorgen wir mit einer kontinuierlichen Vergütungsdegression dafür,
dass bisherige Jahresendrallyes vor einem weiteren Absenkungsschritt vermieden
werden. Die Vergütungsdegression erfolgt nun monatlich und beträgt 0,15 ct/kWh
pro Monat. Diese Regelung soll ab 1. Mai 2012 eingeführt werden.
(3) Marktintegrationsmodell und Wegfall des Eigenverbrauchsbonus:
Um PV-Anlagen stärker an den Markt heranzuführen, soll künftig nur noch ein bestimmter
Prozentsatz der in der Anlage produzierten Strommenge förderfähig sein.
Kleine Dachanlagen bis 10 kW Leistung erhalten die EEG-Vergütung nur für 85%
der im Kalenderjahr erzeugten Strommenge, bei allen anderen Anlagen soll die
vergütungsfähige Strommenge auf 90% festgelegt werden.
Das Marktintegrationsmodell soll ab dem 1. Januar 2013 für alle Anlagen gelten, die
ab dem 9. März 2012 in Betrieb gehen. Mit dieser Regelung soll ein Anreiz geschaffen
werden, den darüber hinausgehenden Stromanteil selbst zu verbrauchen oder
direkt zu vermarkten. Gleichzeitig fällt der Eigenverbrauchsbonus nach dem EEG
2012 weg. Die EEG-Umlage wird somit entlastet.
(4) Um künftig schneller auf die Marktentwicklung reagieren zu können, soll das Bundesumweltministerium
ermächtigt werden, im Einvernehmen mit dem Bundeswirtschaftsministerium
mit einer Verordnung kurzfristig nachzusteuern. Mit der neuen
Verordnungsermächtigung werden im Falle der Über- oder Unterschreitung des
Zubaukorridors Änderungen an der monatlichen Absenkung und an der Höhe der
Vergütung ermöglicht. Darüber hinaus soll der Zubaukorridor wie folgt angepasst
– 6 –
. . .
werden: Für 2012 und 2013 soll der bisherige Zielkorridor von 2.500 bis 3.500 MW
beibehalten werden; danach sinkt der Zielkorridor jährlich um 400 MW ab und wird
von 2017 an 900 bis 1.900 MW betragen.
(5) Dachanlagen auf neu errichteten Nichtwohngebäuden im Außenbereich sollen
künftig die Vergütung nach dem Tarif für Freiflächen erhalten. Damit soll Mitnahmeeffekten
entgegen gewirkt werden.
(6) Des Weiteren soll der Begriff der Inbetriebnahme bei PV-Anlagen enger gefasst
werden. Künftig muss das stromerzeugende Modul fest installiert und mit einem
Wechselrichter ausgestattet sein.

 

Ausführlicher Artikel in der FAZ

Diskussion auf photovoltaikforum.com

 

Die neuen Richtsätze: https://docs.google.com/file/d/0B-YG8VLgW6VxZjdhOGU0NDgtNmM2MC00ODNkLWE1YzgtZmJkOWZlMDFlMDdh/edit

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