Solarstrom aus Mondlicht

Die deutsche Firma Rawlemon könnte mit einer genialen Erfindung die Solarstromproduktion revolutionieren. Die Firma entwickelt eine Glaskugel die auch mit sehr wenig Licht noch Strom erzeugen kann. Ein Test hat bewiesen, dass sogar Mondlicht ausreicht um Strom zu produzieren.

Das Problem von herkömmlichen Photovoltaikanlagen ist die geringe Effizienz bei wenig Licht. Die modernsten PV-Module bringen im Praxistest höchstens 20% ausbeute, bei bewölktem Himmel reduziert sich die Leistung sogar auf unter 10% .

Die Solarkugel von Rawlemon jedoch sind mit einer transparenten Flüssigkeit gefüllt und fungieren dabei wie eine Linse, das eingefangen Licht wird gebündelt und anschließend konzentriert auf eine Solarzelle im inneren der Kugel geworfen. So können diese PV-Glaskugeln auch dann Strom erzeugen wenn andere Module aufgeben müssen. Der weitere Vorteil dieser Technologie ist das durch die Form der Kugel immer ein optimaler Einfallswinkel entsteht und eine ideale Ausrichtung wie bei normalen PV-Modulen oder CPD weg fällt.

Mittels Crowd-Funding möchte die Firma demnächst ein Solarladegerät im futuristischen Design anbieten.

 

rawlemon4

 

https://www.indiegogo.com/projects/rawlemon-solar-devices

 

Preiserhöhungen bei PV-Modulen

Offensichtlich gehört die Zeit der sinkenden Modulpreise der Vergangenheit an. Die Augustzahlen des Modulpreisindex´ zeigen teilweise steigende Tendenzen, so sind die Preise für Silizium China als auch die Preise für CdS/CdTe sogar gestiegen. Die Preise für Dünnschichtmodule sind im Jahr 2013 bereits um 3,6% gestiegen.

 

Modultyp, Herkunft € / Wp Trend seit 07/13 Trend seit 01/13
Kristallin Deutschland 0,74   -  2,6 % -  5,1 %
Kristallin China 0,57  +  1,8% + 7,5 %
Kristallin Japan 0,78      0,0 % -  6,0 %
Dünnschicht CdS/CdTe 0,58  +  1,8% + 3,6 %
Dünnschicht a-Si 0,36   -  5,3 % -  14,3 %
Dünnschicht a-Si/µ-Si 0,46   -  2,1 % -  11,5 %

Quelle: www.solarserver.de und  www.pvxchange.com

Bodenbildung bei CdS/CdTe Zellen

Bei den Preisen für CdTe Dünnschicht Solarzellen ist eine Bodenbildung eingetreten. Für ein Wp von CdTe Solarzellen, wie sie First Solar herstellt, ist seit einigen Monaten eine stabile Preissituation eingetreten und liegt bei ca. 0,60 Eurocent pro Wp. First Solar hat mitgeteilt, dass sich die Produktionskosten im Jahr 2013 auf ca. 45 Cent pro Wp. von 0,53 Cent im Jahr 2012 reduzieren werden. First Solar ist damit ein klarer Profiteur der globalen Energiewende und somit ein klarer Kauf an der Börse. First Solar ist innerhalb von drei Monaten um über 40% gestiegen.


 

Modultyp, Herkunft € / Wp Trend seit 09/12 Trend seit 01/12
Kristallin Deutschland 0,81  -  2,4 % -  24,3 %
Kristallin China 0,56  -  1,8 % -  29,1 %
Kristallin Japan 0,85  -  2,3 % -  19,0 %
Dünnschicht CdS/CdTe 0,58     0,0 % -  14,7 %
Dünnschicht a-Si 0,46  -  2,1 % -  23,3 %
Dünnschicht a-Si/µ-Si 0,54  -  1,8 % -  28,9 %

Die industrielle Energiewende wird eingeläutet

Ein interessanter Artikel im Manager-Magazin macht deutlich, dass wir uns bereits in einer Energie Revolution befinden. Aufgrund des erneuten Strompreisanstieges zum Jahresanfang 2013 rüsten immer mehr Firmen und sogar Konzerne die Stromversorgung auf erneuerbare Energien um. Dabei steht nicht mehr die Einspeisvergütung sondern der Eigenverbrauch im Vordergrund. So hat beispielsweise IKEA angekündigt 1,5 Mrd. Euro in Solar und Windkraftanlagen zu investieren. Der schwedische Möbelkonzern will mit den Anlagen so viel Strom produzieren wie er selbst verbraucht. Die Gründe warum sich eine Investition in erneuerbaren Energien für Firmen lohnen liegen auf der Hand.

-Strom aus dem Netz wird stetig teuerer
-Selbst erzeugter Strom ist von der Stromsteuer befreit
-erneuerbare Energiesystem werden ständig günstiger und besser
-selbst produzierter Strom hat einen Inflationsschutz

Investiert wird fast ausschließlich in PV-Anlagen. Diese Entwicklung wird sich laut der Beratungsgesellschaft r2b noch dynamisch beschleunigen. Die Netzparität von Industriestrom hat sich eingestellt, für Konzerne lohnt sich ein Umstieg. Um die Stromkonzerne von dieser für sie gefährlichen Einwicklung zu schützen möchte die FPD Photovoltaikanlagen in Deutschland gänzlich verbieten. – aber wie hat schon Ghandi gesagt “Zuerst ignorieren sie Dich ! Dann belächeln sie Dich ! Dann bekämpfen sie Dich ! Und dann hast du gewonnen!”

 

Solarladegerät DC-40 von Nokia

Nokia hat angekündigt ein eigenes Solarladegerät in Kenia anzubieten. In Kenia sind mehr als 80% der Bevölkerung nicht an einer Stromversorgung angeschlossen, deshalb hat Nokia dieses Land für diese Testphase auserkoren. Die Ladegeräte sind auch nur in begrenzter Stückzahlen verfügbar und bei ausgewählten Nokia Händlern erhältlich. Das Panel besteht aus Dünnschicht Solarzellen mit 165mm x 237mm und wiegt lediglich 93 Gramm. Laut Nokia kann pro Minute Sonnenladezeit zwei Minuten lang telefoniert werden. Der Eingebaute 1000 mAh Akku wird bei direkter Sonneneinstrahlung innerhalb 5 Stunden vollständig aufgeladen. Ob und Wann das Ladegerät auch in Europa eingeführt wird ist nicht bekannt.

Bluecar von Bolloré

Hier ist der Bluecar in Paris bereits im Einsatz (Bild von: francisco.j.gonzalez)

Vor einem Jahr wurde auf solarideen.net von einem Zukunftsweisenden Fahrzeug berichtet, einem Fahrzeug das mit einem PV-Dach ausgestattet und rein elektrisch unterwegs ist. Was wurde aus diesem ambitionierten Elektrofahrzeug der Firma Bolloré?

Das Interesse ist riesengroß: 1200 Registrierungen verzeichnet das Carsharing Modell Autolib in Paris wöchentlich. Gegenwärtig sind 1750 Bluecars in Paris unterwegs, an 670 Haltestellen quer durch Paris kann jeder der 37.000 Teilnehmer des Carsharing Modells Autolib das Fahrzeug ausleihen und an einer anderen Station wieder abgeben. Das mittelfristige Ziel 3000 Fahrzeuge an 1050 Haltestellen zu postieren scheinen also im Bereich des Möglichen zu liegen. Die Bluecars fahren rein elektrisch und verursachen in der Stadt keinerlei Emissionen. In 10 Monaten wurden diese Fahrzeuge 500.000-mal geliehen und 5 Millionen Kilometer zurückgelegt.

Das Bluecar wiegt lediglich 300 kg, die Energie wird von einer 30 kWh fassendem Lithium-Metal-Polymer Batterie zur Verfügung gestellt. Mit dieser Batterie sind im Stadtverkehr bis zu 250 Kilometer pro Akkuladung möglich.

 

Ab Juni 2013 kann das Elektro-Fahrzeug generell für 330 Euro pro Monat geleast werden, bei einem Kilometerpreis von 1,5 Cent kann sich dieses Modell durchaus lohnen.
Das Bluecar wurde vor ca. einem Jahr auf solarideen.net vorgestellt, damals allerdings noch mit einem Photovoltaikdach, dieses Dach wurde auf den Serienfahrzeugen leider nicht verwirklicht.

 

zum alten Artikel auf solarideen.net

Solaflugzeug  - ELEKTRA ONE SOLAR

Solarflugzeug – ELEKTRA ONE SOLAR

PC-Aero stellte auf der ILA Berlin Air Show ein komplettes Elektroflugsystem vor: Das Solarflugzeug ELEKTRA ONE SOLAR mit Solarzellen auf den Flügeln sowie einen Anhänger, der ebenfalls ausgestattet mit Solarpanels, als mobile Solartankstelle dient.
Dieses System ist innerhalb der Luftfahrt ein weiterer wichtiger Schritt für emissionsfreies Fliegen (CO2 und Lärm) und Garant für eine künftige Energieunabhängigkeit. ELEKTRA ONE SOLAR ist eine verbesserte Variante des Elektroflugzeugs, ELEKTRA ONE, die bereits 2011 erfolgreich ihren Erstflug absolvierte. Die Flügel des ELEKTRA ONE SOLAR sind komplett neu, mit größerer Spannweite, höherer Streckung sowie einem Laminarprofil, und, bestückt mit Solarzellen.

Neu ist zudem, dass die ELEKTRA ONE SOLAR, inkl. Flugsteuerung, komplett in Carbon gebaut ist. Damit hat sie ein Leergewicht von 100 kg (ohne Batterien), und benötigt zum Fliegen 2,5 kW/Std. Rund 2 kW/Std. liefert die mobile Solartankstelle, mehr als 1 kW/Std. stellen die Solarzellen auf den Flügeln bereit. Damit fliegt das Solarflugzeug bis zu 8 Stunden bei einer Reichweite von über 800 km und geringen Betriebskosten von 35€/Std.

Preisentwicklung Silizium

Der Siliziumpreis erholt sich langsam (Quelle: Wacker Chemie)

Es scheint als ob sich die Siliziumpreise wieder leicht erholen. Für Firmen wie Solarworld ist diese Entwicklung ein Segen. Langfristige Lieferverträge über Solarsilizium sind neben den hohen Schulden für Solarworld eine große Last. Sollten die Preise für Silizium wieder anziehen wird sich auch der Preisrutsch für Module verlangsamen oder sogar zum erliegen kommen, Preissteigerungen sind dabei nicht ausgeschlossen.          

Strom von PV-Anlagen günstiger als von Atomkraftwerken

juwi hat langjährige Erfahrung bei der Projektierung von Photovoltaikanlagen. Quelle: juwi

Ein aktuelles Kraftwerksprojekt von Juwi verdeutlicht, wie günstig mittlerweile Strom mittels Photovoltaikanlagen in Deutschland erzeugt werden kann. In Rheinland Pfalz wird ein Kraftwerk mit einer Leistung von 4.500 kWp für 5,5 Mio. Euro errichtet, diese Anlage wird jährlich 4.700.000,00 kWh Strom produzieren. Die Kosten pro kWp betragen bei diesem Projekt lediglich 1.222 Euro. Die Stromgestehungskosten dieser Anlage liegen bei 7,8 Cent pro kWh*.

Somit ist PV-Strom günstiger als Strom von neuen Atomkraftwerken. Laut RWE kostet Strom von neuen Atomkraftwerken bereits mehr als 10 Cent pro kWh.

Zitat: “Bei einem Strompreis von 60 Euro je Megawattstunde können Sie kein Kernkraftwerk bauen”, hat RWE-Chef Peter Terium erläutert. Damit sich neue Meiler lohnten, müsse der Großhandelspreis für Strom deutlich steigen. “Der müsste wahrscheinlich jenseits der 100 Euro sein”, so Terium.  (Quelle: reuters)

 

*Der zugrunde gelegte Kapitalkostensatz beträgt bei diesen 7,8 Cent 4 %, die jährlichen Betriebskosten 1 % der Investitionssumme und die jährliche Minderung des Ertrags 0,5 %; Nutzungsdauer 25 Jahre.